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Sozialisierung Woche für Woche: unser Anfangsprogramm für Welpen

Veröffentlicht am 24. September 2026 · Vom Team von Australian Cobberdog House

Illustration mit drei laufenden Australian Cobberdog Welpen

Unser Sozialisierungsprogramm beginnt ab der vierten Lebenswoche und wird von Ethologie und Biologie begleitet. Die Wochenangaben beschreiben unseren Ablauf, keinen Entwicklungsplan, den jeder Welpe exakt erfüllen muss. Nach der Übergabe werden Sozialisierung und Erziehung in der Familie fortgesetzt.

In den ersten Wochen

Zunächst stehen die Betreuung bei Mutter und Geschwistern sowie die tierärztliche Beobachtung im Vordergrund. Handling und Pflege richten sich nach Alter und Entwicklung des einzelnen Welpen.

Ab Woche 4: erste Alltagserfahrungen

Wir führen Geräusche, Untergründe, Personen und Berührungen schrittweise ein. Eine neue Situation soll bewältigbar bleiben. Zeigt ein Welpe Unsicherheit, werden Dauer und Intensität angepasst.

Das entspricht dem Grundgedanken der AVSAB-Stellungnahme zur Welpensozialisierung: Neue Erfahrungen sollen so gestaltet sein, dass der Welpe nicht durch übermäßige Angst oder Stress überfordert wird. Sozialisation bedeutet nicht, möglichst viele Reize in kurzer Zeit zu sammeln.

Um Woche 7: individuelle Beurteilung

Unser Ethologe betrachtet die Entwicklung jedes Welpen einzeln. Zusammen mit Ihren Wünschen und Ihrem Tagesablauf hilft uns diese Einschätzung, mögliche Kandidaten vorzuschlagen. Sie ist eine Momentaufnahme und keine sichere Vorhersage des späteren Verhaltens.

Deshalb fragen wir nach Betreuung, Wohnsituation und Erfahrungen mit Hunden. Diese Informationen sind für die Beratung hilfreicher als die Farbe allein.

Ab Woche 8: kurze Trennungen aufbauen

Kleine Trennungen von Mutter und Geschwistern werden schrittweise eingeführt. Die Dauer orientiert sich an der Reaktion des Welpen. Eine feste Folge von einer halben Stunde bis zu mehreren Stunden wäre dafür zu pauschal.

Auch Fütterung, Berührungen und die Gewöhnung an Leine und Auto werden weitergeführt. Welche Erfahrungen im jeweiligen Wurf bereits geübt wurden, besprechen wir vor der Übergabe.

Vor dem Umzug

Die tierärztlichen Maßnahmen richten sich nach Alter, Befund und Zielland. Die Übergabe erfolgt nicht vor drei Monaten; für Österreich sind außerdem gültiger Tollwutschutz und die Voraussetzungen des kommerziellen EU-Transports maßgeblich. Das erklärt unser Beitrag zur Einreise.

Während der Wartezeit erhalten Sie regelmäßig Fotos, Videos und Informationen. Ein Videoanruf kann vereinbart werden, wenn er möglich und für die Hunde passend ist.

Was zu Hause weitergeht

Planen Sie Betreuung, Ruhe und einen langsamen Einstieg in den neuen Alltag. Üben Sie kurze Abwesenheiten erneut und verlängern Sie diese nach der Reaktion des Hundes. Die RSPCA zum Trennungsverhalten beschreibt mögliche Stresszeichen und den Weg zu fachlicher Unterstützung.

Mehrere Stunden allein am Vor- und Nachmittag sind keine allgemeine Empfehlung für einen frisch eingezogenen Welpen. Bei anhaltender Unruhe oder deutlichem Stress wenden Sie sich an Ihre Tierarztpraxis oder eine qualifizierte verhaltensfachliche Stelle. Den gesamten Auswahl- und Reservierungsprozess finden Sie unter Welpen.

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